Gas-Grundversorgung 2026: Warum sie so viel teurer ist als ein Wechseltarif
Von Simon Pfeil, Kundenberatung & Prozesse3 Min Lesezeit7. September 2026Warum ist die Gas-Grundversorgung 2026 so teuer?
Die Gas-Grundversorgung kostet 2026 im bundesweiten Schnitt rund 13,5 Cent pro Kilowattstunde. Günstige Wechseltarife liegen dagegen bei etwa 9 bis 10 Cent — je nach Region und Anbieter sogar noch darunter. Der Grund liegt im System selbst: Die Grundversorgung ist ein Auffangtarif, der automatisch greift, wenn kein anderer Vertrag besteht, etwa nach einem Umzug. Der Grundversorger muss jeden beliefern und kalkuliert entsprechend vorsichtig, während Wechseltarife aktiv gewählt werden und sich im Preisvergleich behaupten müssen.
2026 kommt hinzu, dass die beiden großen Gas-Kostentreiber des Jahres — die gestiegenen Netzentgelte und die Rohstoffpreise seit der Hormus-Blockade — bei Grundversorgungstarifen oft verzögerter und undurchsichtiger ankommen als bei Wechseltarifen. Wie sich der Gaspreis grundsätzlich zusammensetzt, erklärt der Ratgeber zum Gaspreis.
Wie groß ist die Preislücke zu Wechseltarifen wirklich?
Konkret heißt das: Bei einem Vier-Personen-Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch liegt die Ersparnis beim Wechsel aus der Grundversorgung derzeit im Schnitt bei über 900 Euro im Jahr. Bei einem durchschnittlichen Haushalt mit 15.000 Kilowattstunden sind es je nach Anbieter und Region grob 300 bis 600 Euro. Wo Ihr Haushalt ungefähr liegt, zeigt der Gasverbrauch nach Haushaltsgröße.
Trotzdem sitzt noch immer mindestens jeder zweite Gaskunde, der sich bei uns meldet, aktuell in der Grundversorgung. Die Preiserhöhungswelle der letzten Monate hatte dabei einen positiven Nebeneffekt: Sie hat viele dazu gebracht, ihren eigenen Tarif zum ersten Mal zu überprüfen — und sich dabei zu vergewissern, dass ein Wechsel überhaupt möglich und sinnvoll ist. Mehr zur Mechanik der Grundversorgung selbst — wie Sie hineingeraten und wie Sie kündigen — steht im Grundlagen-Ratgeber zur Gas-Grundversorgung.
Warum bleiben so viele Kunden trotzdem in der Grundversorgung?
Aus unserer Praxis ist der Hauptgrund selten eine bewusste Entscheidung, sondern Sorge vor Veränderung. Wer noch nie gewechselt hat, dem wirkt das Prozedere kompliziert: Welchen Anbieter wählen, was mit der Kündigung, was, wenn währenddessen die Gasversorgung unterbrochen wird? Diese Sorge ist verständlich, aber unbegründet — genau deshalb ist die Hürde in der Praxis meist gefühlt größer als sie tatsächlich ist.
Die Gas-Grundversorgung selbst macht den Ausstieg dabei sogar leicht: Die Kündigungsfrist beträgt nur zwei Wochen zum Monatsende, kürzer als bei den meisten regulären Verträgen. Ein Vertrag mit dem neuen Anbieter kann parallel dazu abgeschlossen werden, sodass zwischen Kündigung und neuem Liefertermin keine Lücke entsteht.
Was bedeutet das für den Wechsel mit der WechselFabrik?
Genau an diesem Punkt können wir am meisten abnehmen. Sie müssen weder einen Anbieter auswählen noch sich um die Kündigung, die Fristen oder die Anmeldung beim neuen Versorger kümmern — wir übernehmen den kompletten Wechsel des Gasanbieters für Sie. Während des Wechsels sind Sie zu keinem Zeitpunkt ohne Gas: Die Versorgung läuft gesetzlich garantiert nahtlos weiter, ganz gleich, wie der Wechsel im Detail abläuft.
Bezahlt werden wir nur, wenn dabei wirklich etwas für Sie herauskommt — 30 Prozent der tatsächlich erzielten Ersparnis, sonst nichts. Bei den über 900 Euro Ersparnis aus dem Beispiel oben blieben Ihnen also weit über 600 Euro im ersten Jahr, ohne dass Sie selbst einen Anbieter vergleichen oder einen Brief schreiben mussten. Und sollte sich bei Ihnen ausnahmsweise kein Wechsel lohnen, sagen wir Ihnen das ebenso offen.
Häufige Fragen
Woran erkenne ich, dass ich in der Gas-Grundversorgung bin?
Ein deutliches Indiz: Sie haben nie aktiv einen Gasvertrag abgeschlossen, sind zum Beispiel nach einem Umzug automatisch beliefert worden, und auf der Rechnung steht der örtliche Grundversorger. Der Tarifname enthält meist das Wort „Grundversorgung“ oder „Grundtarif“.
Bin ich während des Wechsels aus der Grundversorgung zeitweise ohne Gas?
Nein. Die Gasversorgung ist gesetzlich lückenlos gesichert: Der neue Vertrag schließt nahtlos an, und sollte etwas dazwischenkommen, springt automatisch wieder die Grundversorgung ein. Beim Wechsel selbst gehen Sie kein Versorgungsrisiko ein.
Wie schnell kann ich aus der Gas-Grundversorgung raus?
Die Kündigungsfrist in der Grundversorgung beträgt nur zwei Wochen zum Monatsende — kürzer als bei den meisten regulären Gasverträgen. Danach übernimmt der neue Anbieter die Belieferung.
Muss ich den Wechsel aus der Grundversorgung selbst organisieren?
Nein. Wenn Sie über die WechselFabrik wechseln, übernehmen wir die Anbieterauswahl, die Kündigung, die Fristen und die Anmeldung beim neuen Versorger vollständig für Sie. Sie müssen sich um nichts kümmern.
Lohnt sich der Wechsel aus der Grundversorgung auch bei geringem Verbrauch?
Ja, auch wenn die absolute Ersparnis kleiner ausfällt als bei einem großen Haushalt. Da der Preisabstand zwischen Grundversorgung und Wechseltarif prozentual über alle Verbrauchsgrößen ähnlich groß ist und der Wechsel selbst keinen Aufwand für Sie bedeutet, gibt es kaum einen Grund, in der Grundversorgung zu bleiben.
Dieser Artikel wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz erstellt und anschließend redaktionell geprüft und gegebenenfalls Änderungen vorgenommen.

Simon Pfeil · Kundenberatung & Prozesse
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