Zum Inhalt springen
Preise & Kosten

Grundversorgung Strom 2026: Warum sie jetzt besonders teuer ist

Simon PfeilVon Simon Pfeil, Kundenberatung & Prozesse4 Min Lesezeit24. August 2026

Warum wird Strom 2026 günstiger — und wieso merken das Grundversorgungskunden kaum?

Die Strompreise bewegen sich 2026 tatsächlich nach unten: Ein Bundeszuschuss von 6,5 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds senkt in diesem Jahr die Übertragungsnetzentgelte bundesweit spürbar — laut Bundesnetzagentur und ene't je nach Berechnung um rund 15 bis knapp 18 Prozent im Schnitt. Neukunden- und Wechseltarife lagen im August 2026 im Mittel bei etwa 24,5 bis 24,8 Cent pro Kilowattstunde und damit rund 3,6 Prozent unter dem Niveau von vor fünf Monaten.

In der Grundversorgung kommt davon allerdings wenig an. Grundversorger kalkulieren träge: Sie beschaffen langfristig, passen ihre Allgemeinen Preise nur mit öffentlicher Ankündigung an — und stehen kaum unter Wettbewerbsdruck, weil viele Kundinnen und Kunden gar nicht wissen, in welchem Tarif sie stecken. Sinkende Beschaffungskosten und niedrigere Strompreis-Bestandteile erreichen Wechseltarife deshalb deutlich schneller als die Grundversorgung.

Was hat der Netzentgelt-Zuschuss konkret gebracht?

Der Zuschuss wirkt an einer Stelle, die jede Stromrechnung betrifft: den Netzentgelten. Für einen Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch wird die Entlastung durch die niedrigeren Netzentgelte auf rund 100 Euro pro Jahr beziffert. Das ist echtes Geld — aber es kommt nicht automatisch bei Ihnen an. Wettbewerbstarife preisen die gesunkenen Netzentgelte schnell ein, weil die Anbieter um Neukunden konkurrieren. Grundversorger geben Kostensenkungen dagegen oft nur verzögert oder teilweise weiter. Wer 2026 in der Grundversorgung bleibt, zahlt damit unter Umständen weiter Preise, die auf einer älteren, teureren Kalkulation beruhen — während der Markt längst günstiger geworden ist.

Wie groß ist die Preislücke zur Grundversorgung wirklich?

Eine offizielle Durchschnittszahl gibt es nicht: Die Bundesnetzagentur veröffentlicht keinen eigenen Vergleich zwischen Grundversorgung und Wechseltarifen, sondern verweist auf Vergleichsportale. Wir nennen deshalb keine Marktdurchschnitte, sondern unsere eigenen Zahlen aus echten Wechseln im Jahr 2026. So groß ist die Lücke zwischen Grundversorgung und Festtarif bei typischen Haushaltsverbräuchen:

  • 800 kWh/Jahr: Grundversorgung 484 Euro, Festtarif 374 Euro — Ersparnis 110 Euro/Jahr
  • 1.500 kWh/Jahr: Grundversorgung 750 Euro, Festtarif 570 Euro — Ersparnis 180 Euro/Jahr
  • 2.500 kWh/Jahr: Grundversorgung 1.130 Euro, Festtarif 850 Euro — Ersparnis 280 Euro/Jahr
  • 3.500 kWh/Jahr: Grundversorgung 1.510 Euro, Festtarif 1.130 Euro — Ersparnis 380 Euro/Jahr
  • 5.000 kWh/Jahr: Grundversorgung 2.080 Euro, Festtarif 1.550 Euro — Ersparnis 530 Euro/Jahr

Das Thema betrifft dabei mehr Menschen, als viele denken: Über 50 Prozent der Kundinnen und Kunden, die sich bei uns melden, sitzen zu diesem Zeitpunkt noch in der Grundversorgung — meist ohne es bewusst entschieden zu haben, etwa nach einem Umzug oder dem Auslaufen eines alten Vertrags.

Was bringt ein Wechsel jetzt konkret?

Konkret: Bei einem Durchschnittshaushalt mit 3.500 Kilowattstunden liegen zwischen Grundversorgung und Festtarif aktuell 380 Euro im Jahr — mehr als das Dreifache dessen, was der Netzentgelt-Zuschuss demselben Haushalt bringt. Schnell geht es auch: Die Kündigungsfrist in der Grundversorgung beträgt nur zwei Wochen zum Monatsende, und der eigentliche Anbieterwechsel dauert seit 2025 nur noch 24 Stunden.

Der Zeitpunkt ist zudem günstig: Weil die Wechseltarife im Sommer 2026 noch einmal nachgegeben haben, sichern Sie sich mit einem Festtarif das aktuelle Preisniveau — statt darauf zu warten, dass Ihr Grundversorger irgendwann nachzieht.

Dass sich das auch jenseits des Privathaushalts rechnet, zeigt ein Fall aus unserer Praxis: Ein Restaurantbesitzer aus Hamburg bezog seinen Gewerbestrom über die Grundversorgung. Nach dem Wechsel spart er über 1.800 Euro im Jahr — wohlgemerkt bei einem Gewerbekunden mit entsprechend höherem Verbrauch, nicht bei einem normalen Haushalt.

Was bedeutet das für den Wechsel mit der WechselFabrik?

Sie müssen dafür nichts selbst in die Hand nehmen. Die WechselFabrik prüft, ob Sie in der Grundversorgung stecken und wie viel ein Festtarif Sie tatsächlich spart — und wenn sich der Anbieterwechsel lohnt, übernehmen wir ihn komplett für Sie: Kündigung beim Grundversorger, Fristen, Anmeldung beim neuen Anbieter. Sie müssen sich um nichts kümmern und sind zu keinem Zeitpunkt ohne Strom — die Versorgung läuft gesetzlich garantiert nahtlos weiter.

Und wir bleiben ehrlich: Sitzen Sie bereits in einem günstigen Vertrag, sagen wir Ihnen auch, dass ein Wechsel gerade wenig bringt. Bei Kundinnen und Kunden in der Grundversorgung fällt die Antwort 2026 allerdings fast immer gleich aus — der Wechsel lohnt sich, und er kostet Sie keinen Aufwand.

Häufige Fragen

Warum ist die Grundversorgung meist teurer als ein Festtarif?

Die Grundversorgung ist ein Auffangtarif: Sie springt automatisch ein, wenn kein anderer Vertrag besteht, etwa nach einem Umzug. Der Grundversorger muss jeden beliefern und kalkuliert entsprechend vorsichtig. Wettbewerbstarife werden dagegen aktiv gewählt und müssen sich im Preisvergleich behaupten — sie sind deshalb in der Regel deutlich günstiger.

Muss ich meinen Grundversorgungsvertrag selbst kündigen?

Nein. Wenn Sie über die WechselFabrik wechseln, übernehmen wir die Kündigung, die Fristen und die Anmeldung beim neuen Anbieter vollständig für Sie. Sie müssen sich um nichts kümmern.

Bin ich während des Wechsels zeitweise ohne Strom?

Nein. Die Stromversorgung ist gesetzlich lückenlos gesichert: Der neue Vertrag schließt nahtlos an, und sollte etwas dazwischenkommen, springt automatisch wieder die Grundversorgung ein. Beim Wechsel selbst gehen Sie also kein Versorgungsrisiko ein.

Sinken die Grundversorgungspreise 2026 nicht von selbst?

Einzelne Grundversorger senken ihre Preise, verpflichtet zu einem bestimmten Tempo sind sie aber nicht. Jeder Monat Warten kostet bares Geld: Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch liegt die Differenz zum Festtarif derzeit bei rund 30 Euro pro Monat.

Lohnt sich der Wechsel auch bei geringem Verbrauch?

Ja. Schon bei 800 kWh im Jahr — typisch für einen sparsamen Ein-Personen-Haushalt — liegt die Ersparnis gegenüber der Grundversorgung bei 110 Euro jährlich. Da der Wechsel für Sie keinen Aufwand bedeutet, gibt es kaum einen Grund, in der Grundversorgung zu bleiben.

Simon Pfeil

Simon Pfeil · Kundenberatung & Prozesse

Begleitet Sie durch den Wechsel und optimiert im Hintergrund die Abläufe, damit alles reibungslos läuft.

Jetzt Ersparnis berechnen

Finden Sie in wenigen Sekunden den besten Tarif für Ihren Verbrauch.

Oder rufen Sie uns an: 0941 / 20607989